"Auf einer Tafel waren vier, auf der anderen sechs. Die vier Gebote auf der ersten Tafel leuchteten heller als die anderen sechs; doch das vierte, das Sabbatgebot, leuchtete am hellsten, denn der Sabbat war etwas Besonderes, er sollte zur Ehre des heiligen Namens Gottes gehalten werden. Der heilige Sabbat sah herrlich aus – ein herrlich leuchtender Schein umgab den Text des Gebotes … „Ich sah, dass der heilige Sabbat die trennende Mauer zwischen dem wahren Israel Gottes und den Ungläubigen ist und sein wird und dass der Sabbat das große Thema ist, das die Herzen der treuen, wartenden Heiligen Gottes vereinigen wird (2. M. 20,10)."  Ellen White unterstützt die (ur)adventistische Deutung der Sabbatbotschaft, wie sie von Joseph Bates formuliert wurde. Später betont sie jedoch, dass die Zuspitzung zwischen Sabbat und Sonntag noch zukünftig sei und nennt den gesetzlichen Zwang zur Sonntagsfeier bei gleichzeitiger universaler Verkündigung des Sabbats als Voraussetzung dieses endzeitlichen Konflikts. Unter Bezug auf das Sabbat- und Erlassjahr greift sie auch den sozialen und humanitären Aspekt des Sabbats auf und entfaltet seine Bedeutung für die Gesellschaft.  
"Ich sah, dass der Dienst Jesu im Allerheiligsten bald beendet ist und dass nicht mehr viel Zeit ist … Die Zeit der Versiegelung ist sehr kurz und wird bald vorüber sein. Jetzt, während die vier Engel noch die vier Winde halten, ist es Zeit, unsere Berufung und Erwählung festzumachen."  Ellen White, Erfahrungen und Gesichte, 49 
"Es gibt heute noch in jeder Kirche, die römisch-katholische nicht ausgenommen, wahre Christen, die aufrichtig glauben, der Sonntag sei der von Gott verordnete Sabbattag. Gott nimmt ihre aufrichtige Absicht und ihre Redlichkeit vor ihm an. Doch wenn die Sonntagsfeier durch Gesetze eingeführt und die Welt über die Verpflichtungen gegen den wahren Sabbat aufgeklärt werden wird, dann werden alle, die Gottes Gebot übertreten, um einer Verordnung nachzukommen, die keine höhere Autorität als die Roms hat, dadurch das Papsttum mehr ehren als Gott. Sie zollen Rom und der Macht, die eine von Rom eingeführte Verordnung erzwingt, ihre Huldigung; sie beten das Tier und sein Bild an. Wenn Menschen die Einrichtung verwerfen, von der Gott gesagt hat, sie sei das Zeichen seiner Autorität, und statt dessen das ehren, was Rom als Zeichen seiner Oberherrschaft erwählt hat, so nehmen sie dadurch das Merkmal der Huldigung Roms, das Malzeichen des Tieres an. Erst wenn die Entscheidung auf diese Weise den Menschen deutlich entgegentritt, wenn sie zwischen den Geboten Gottes und Menschengeboten zu wählen haben, dann werden die Menschen, die in ihrer Übertretung beharren, ‚das Malzeichen des Tiers’ empfangen."   Ellen White, Der große Kampf, 449f. 
"Wie ganz anders wäre doch die gegenwärtige sittliche, geistliche und wirtschaftliche Weltlage, wenn man sich an die Gesetze Gottes, die zum Besten der Armen gedacht waren, gehalten hätte! Dann erlebte man nicht so viel Selbstsucht und Überheblichkeit, wie das heute der Fall ist, sondern jeder nähme entsprechende Rücksicht auf das Wohlergehen der anderen. Es gäbe nicht solch weit verbreitete Armut, wie man sie in vielen Ländern wahrnimmt. Die von Gott gebotenen Grundsätze hätten die schrecklichen Übelstände verhindert, die in allen Jahrhunderten aus der Unterdrückung der Armen entstanden und umgekehrt den Argwohn und Hass der Armen gegen die Reichen weckten. Einerseits verhinderten diese Gesetze die Anhäufung großen Reichtums und zügelloses Wohlleben, andererseits könnten sie die daraus folgende Unwissenheit und Erniedrigung von Zehntausenden verhüten. Denn diese Riesenvermögen setzen schlecht bezahlte Arbeit voraus. Jene Grundsätze aber brächten eine friedliche Lösung der Probleme, die jetzt die Welt mit Umsturz und Blutvergießen bedrohen."  Ellen White, Patriarchen und Propheten, 517