"Indessen ist durch das Kommen des Herrn Christus alles, was an diesem Gebot äußerliche Übung war, abgetan worden. Denn er ist selbst die Wahrheit, durch deren Gegenwart alle Bilder verschwinden, er ist der Leib, durch deren Sichtbarmachung alle Schattenbilder aufgehört haben. Er ist damit die wahre Erfüllung des Sabbats. …Deshalb sollen die Christen mit der abergläubischen Einhaltung von Tagen nichts zu schaffen haben." "Indessen ist durch das Kommen des Herrn Christus alles, was an diesem Gebot äußerliche Übung war, abgetan worden. Denn er ist selbst die Wahrheit, durch deren Gegenwart alle Bilder verschwinden, er ist der Leib, durch deren Sichtbarmachung alle Schattenbilder aufgehört haben. Er ist damit die wahre Erfüllung des Sabbats. …Deshalb sollen die Christen mit der abergläubischen Einhaltung von Tagen nichts zu schaffen haben."  Für Calvin ist das Gesetz nur in dem Sinne abgetan, dass es uns nicht verdammt. Auch die zeremoniellen Gesetze sind nach wie vor von Bedeutung. Allerdings müssen sie nicht mehr vollzogen werden.

Im Hinblick auf den Sabbat betont Calvin die geistliche Bedeutung des Sabbats im Sinne des Verzichts auf eigene Verdienste vor Gott. Der äußere Vollzug des Sabbats sei aber nicht mehr notwendig. Die Sonntagsfeier sei lediglich ein Mittel zur Aufrechterhaltung der Ordnung. An welchem Tag Gottesdienst gefeiert wird und der Mensch von der Arbeit ruht, sei ohne Bedeutung.