"Gott hat dem menschen verpotten seyne werck / am Sabbat zu thun … Damit ist ungetzweyfelt angetzeyget, das wir in der gelassenheyt bleyben mussen / und gar nichts von uns den wercken Gottis tzusetzen /auff das wyr / durch unßere wercke / gotis werck nit beflecken. Auch ist gedeut durch gotis verpot / dz unsere werck gotis werck hindern.“ Also ist der eusser sabbat unther dem innerlichen / und dienet dem inwendigen / so ers bedarff / und ist nur ein tzeichen der innerlichen müssickeyt / und ist von wegen des menschen.“ „Dann langweylickeyt unnd verdrieß der tzeyt / ist eyn geystliche beschneydung und bereyttung tzu entpfahen Gottis werck / alle weyl verdrieß und die langweylickeyt der creaturen lusten auß treybet."  Ähnlich wie Luther unterscheidet auch Karlstadt zwischen dem äußerlichen Sabbat (Arbeitsruhe) und dem innerlichen Sabbat (Verzicht auf eigene Werke vor Gott). Aber während diese beiden Aspekte bei Luther relativ beziehungslos nebeneinander stehen, ist Karlstadt der Auffassung, dass der äußere Sabbat dem inneren Sabbat dient und die Voraussetzung für den inneren Sabbat schafft. An dieser Stelle kommt es zum Bruch mit Luther.