„Sie [die Christen] beteuerten aber, darin habe ihre ganze Schuld oder ihr ganzer Irrtum bestanden, dass sie gewohnt gewesen seien, an einem festgesetzten Tag vor Tagesanbruch zusammenzukommen und unter sich wechselseitig ein Carmen Christus als wie einem Gott (zu Ehren) zu sagen und sich mit einem Gelübde nicht zu irgendeinem Verbrechen zu verpflichten, sondern dazu, keinen Diebstahl, keine Räuberei, keinen Ehebruch zu begehen, nicht das gegebene Wort zu brechen, nicht ein zurückgefordertes Gut abzuleugnen. Sobald sie damit fertig gewesen seien, sei es bei ihnen Brauch gewesen, auseinander zu gehen und sich (erst später) wieder zusammenzufinden, um ein Mahl einzunehmen, aber ein harmloses und unschuldiges. Dies hätten sie jedoch nach meinem Edikt unterlassen, in welchem ich nach deinem Auftrag die Hetärien verboten hatte.“   Plinius der Jüngere, Brief X, 96, 7