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Bibeltext  Anmerkungen 
6 Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN geschah zu mir:
7 Siehe, Hanamel, der Sohn des Schallum, deines Onkels, wird zu dir kommen und sagen: Kauf dir meinen Acker, der in Anatot <liegt>! Denn du hast das Lösungsrecht, um <ihn> zu kaufen.
8 Und Hanamel, der Sohn meines Onkels, kam zu mir nach dem Wort des HERRN, in den Wachhof und sagte zu mir: Kauf doch meinen Acker, der in Anatot im Land Benjamin <liegt>! Denn du hast das Erbrecht, und du hast das Lösungsrecht. Kauf ihn dir! Da erkannte ich, daß es das Wort des HERRN war.
9 Und ich kaufte von Hanamel, dem Sohn meines Onkels, den Acker, der in Anatot <liegt>, und wog ihm das Geld dar: siebzehn Schekel Silber.
10 Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn und nahm Zeugen, und ich wog das Geld auf der Waage dar.
11 Dann nahm ich den Kaufbrief, den versiegelten: die Festsetzung und die Bestimmungen und auch den offenen.
12 Und ich gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, vor den Augen meines Vetters Hanamel und vor den Augen der Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, vor den Augen aller Judäer, die im Wachhof saßen.
13 Und ich befahl Baruch vor ihren Augen:
14 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, diesen Kaufbrief, sowohl den versiegelten als auch diesen offenen Brief, und lege sie in ein Tongefäß, damit sie viele Tage erhalten bleiben!
15 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Es werden wieder Häuser, Felder und Weinberge in diesem Land gekauft werden. 
Hier wird auf das Lösungsrecht beim Verkauf des Ackers (3. Mose 25,25), das im Zusammenhang mit den Bestimmungen des Jobeljahrs steht. Das ist ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Bestimmungen bezüglich des Sabbat- und Jobeljahrs nicht um Utopien, sondern um Rechtsbestimmungen für den Alltag gehandelt hat.