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Bibeltext  Anmerkungen 
4 Und <auch> wenn das Jobel<jahr> der Söhne Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, dem sie <dann> angehören werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des Stammes unserer Väter entzogen werden.   Hier wird im Hinblick auf das Jobeljahr eine spezielle Problematik innerhalb des Erbrechts geschildert.
Üblicherweise ging der Grundbesitz auf die Söhne über. In 3. Mose 27,1-11 wird Mose mit der Frage konfrontiert, wie mit dem Erbbesitz zu verfahren sei, wenn ein Mann keine Söhne, sondern nur Töchter hat und erhält von Gott die Antwort, dass in diesem Fall das Erbrecht auf die Töchter übergehen soll.
Nun tat sich jedoch ein neues Problem auf: Sollte diese Tochter einen Israeliten von einem anderen Stamm heiraten, würde dieses Land dem Erbteil eines anderen Stammes hinzugefügt werden (4. Mose 36,3). Dasselbe Problem würde sich ergeben, wenn das Land anlässlich eines Jobeljahres zurückgegeben wird (4. Mose 36,4).
Auch hier benötigt Mose eine direkte Anweisung von Gott (4. Mose 36,6; vgl. 3. Mose 24,10-23; 4. Mose 9,6-14; 15,32-36; 27,1-11). Darin wird bestimmt, dass Erbtöchter nur innerhalb ihres Stammes verheiratet werden dürfen. Auch dieser komplizierte Spezialfall des Erbrechts zeigt, dass man sich bemühte, die Bestimmungen des Jobeljahres in die Praxis umzusetzen (vgl. 3. Mose 27,16-25).