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Bibeltext  Anmerkungen 
2 Sechs Tage soll man <seine> Arbeit verrichten, aber den siebten Tag sollt ihr heilig halten, <er sei euch> ein ganz feierlicher Sabbat für den HERRN. Jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, muß getötet werden. 3 Ihr dürft am Sabbattag in all euren Wohnsitzen kein Feuer anzünden.   2. Mose 35,2 entspricht beinahe wörtlich dem Gebot in 2. Mose 31,15. Nun fügt Ex.35,3 das Verbot des Feueranzündens hinzu. Handelt es sich dabei um eine Konkretisierung des Arbeitsverbots?
Das Judentum hat es so verstanden, so dass orthodoxe Juden sogar das Einschalten des elektrischen Lichts und das Anlassen von Verbrennungsmotoren am Sabbat als verboten betrachten.
Einige Ausleger beziehen das Verbot des Feueranzündens auf „fremdes Feuer“ (d. h. auf ein Feuer, das zu Ehren fremder Götter angezündet wird, vgl. 2. Mose 30,9, Lev.10,1; Num.3,4; 26,61; Jer.7,18; Jes.44,15; 50,11) und auf das Verbot, die Kinder durchs Feuer gehen zu lassen (Dtn.18,10), d.h. sie zu opfern (Dtn.12,31; 2.Kön.23,10). Nach Hes.23,37-39 fanden diese Kinderopfer am Sabbat statt. Andere Ausleger sind der Auffassung, dass sich das Gebot von 2. Mose 35,2.3 auf den Zeitabschnitt, in dem das Heiligtum erbaut wird, beschränkt, da es unmittelbar vor Baubeginn erlassen wird.