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Bibeltext  Anmerkungen 
34 Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen, all die Tage seiner Verödung, während ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird das Land ruhen und seine Sabbate ersetzt bekommen. 35 All die Tage seiner Verödung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten geruht hat, als ihr darin wohntet … 43 Denn das Land muß von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Verödung ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt, und sie selbst werden ihre Schuld bezahlen, darum, ja deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat.  Das Heiligkeitsgesetz endet in 3. Mose 26 mit der Gegenüberstellung von Segen und Fluch. In der Fluchandrohung (3. Mose 26,14-35) wird angekündigt, dass sich die göttliche Bestrafung für den Ungehorsam des Volkes in verschiedenen Stufen (1. Stufe: 3. Mose 26,14-17; 2. Stufe: 3. Mose 26,18-20; 3. Stufe: 3. Mose 26,21.22; 4. Stufe: 3. Mose 26,23-26; 5. Stufe: 3. Mose 26,27-35) vollziehen wird. Die Strafen sollen das Volk zur Umkehr führen. Die letzte Strafankündigung (3. Mose 26,27-35) beschreibt jedoch die Vernichtung und Verschleppung des Volkes. In diesem Zusammenhang wird das Exil als eine Möglichkeit dafür betrachtet, dass „das Land seine Sabbate ersetzt bekommt“ (3. Mose 26,34; vgl. V.35). Auch der anschließende Ausblick auf einen Neuanfang (3. Mose 26,36-45) betont die Bedeutung des Sabbatjahres, weil dieser erst erfolgen kann, nachdem das Land durch die Verschleppung seiner Bewohner seine Sabbate ersetzt bekommen hat (Lev.26,43). Der Begriff „ersetzt bekommen“ zeigt, dass das Land als Träger von Rechten verstanden wird. Gleichzeitig erscheint die Notwendigkeit für das Nachholen der Sabbatjahre als eine Art „Gesetz der Geschichte“ (vgl. 2.Chr.36,21).