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* Gott hat uns den Sabbat geschenkt, damit wir das Evangelium hautnah erfahren. Gott weiß, was wir benötigen. Er gibt uns die Möglichkeit, Pause zu machen von der Hektik des Alltags und den Blick neu auf Ihn zu lenken. Durch das Ausruhen von der Arbeit werden wir von der Vorstellung befreit, dass wir uns den Sinn unseres Lebens und unsere Annahme bei Gott erarbeiten müssen und erleben die bedingungslose Liebe Gottes zu uns Menschen. In der Feier des Gottesdienstes – der Gemeinschaft mit Gott und anderen Christen – dürfen wir erleben, wie Gott uns neu mit Kraft füllt.

* Der Sabbat ist der „ökologische Ruhetag“. An diesem Tag erinnern wir uns in besonderer Weise an die Schöpfung. Wenn wir uns frei machen von den alltäglichen Dingen der Woche, werden wir uns ganz neu an der Natur erfreuen können. Da der Mensch am Sabbat von seiner Arbeit ruht, kann auch die Schöpfung selbst Sabbat feiern.

* Der Sabbat ist das „biblische Sozialprogramm“. Die Einladung zur Sabbatruhe gilt allen Menschen, so dass sich am Sabbat eine „klassenlose Gesellschaft“ bildet. Die Bestimmungen bezüglich des Sabbat-/Erlassjahres (alle 7 bzw. alle 49 Jahre) weisen den Anspruch der Wirtschaft auf ungehemmte Entfaltung zurück und sehen Korrekturen zugunsten der Schwachen vor (Ausgleich zwischen Arm und Reich, Schuldenerlass, Sklavenbefreiung).

* In seiner „Antrittspredigt“ hat Jesus das „Gnadenjahr des Herrn“, d.h. das endgültige Erlassjahr ausgerufen, in dem die Menschen von allem befreit werden, was sie versklavt. Deshalb hat er die Kranken geheilt und den Menschen ihre Sünden vergeben. Außerdem hat er deutlich gemacht, dass der Sabbat ein Geschenk Gottes für uns Menschen ist und zu unserem Wohl dient. Im Bewusstsein, dass das „Gnadenjahr des Herrn“ in Jesus Christus bereits begonnen hat, warten wir darauf, dass es sich bei seinem zweiten Kommen auf der ganzen Linie durchsetzt. Diese neue Welt Gottes ist der ewige Sabbat. Daher ist die Feier des Sabbats ein Zeichen der Hoffnung.